Nachrichten vom 19.02.2011

Clooney plant Motorrad Tour

London. Motorrad-Liebhaber George Clooney (50) will demnächst eine Biker-Tour durch Irland unternehmen. Der Star ging gestern bei der Verleihung der britischen Filmpreise (BAFTA-Awards) in London leer aus. Der Preis für den besten Schauspieler ging nämlich an Frankreichs Newcomer Jean Dujardin in “The Artist”. Wie dem auch sei, zu seine Reiseplänen verriet Clooney der britischen ‘Sun’: “In Toronto traf ich Bono, die für eine Dokumentation über U2 waren. Es stellte sich heraus, dass er genauso verrückt nach Motorrädern ist, wie ich. Und er erzählte mir, dass Irland ein tolles Land zum Herumfahren ist. Er hat mir eine Liste von coolen Orten gegeben. Ich freue mich darauf, mit meinem Bike durch das Land zu fahren”. ‘The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten’ zu sehen, der für fünf Oscars nominiert ist. Dazu sagte er gegenüber ‘E!Onkline’: “Ich kann nicht besonders gut in Flip-Flops rennen. Es war ein bisschen frustrierend, weil ich das zum ersten Mal mit diesen Schuhen versucht habe. Ich dachte, ich wäre witzig und machte ein bisschen Quatsch. Das schien dem Regisseur Alexander Payne zu gefallen und ich dachte, das sollte ich vielleicht viel mehr machen. Und ich habe auch gemerkt, dass das irgendwie für immer das Ende meiner Männlichkeit sein wird.”

Nicht nachrüsten

Mehr Licht am Fahrzeug bedeutet mehr Sicherheit. Dennoch sollten Motorradfahrer ihre Maschinen nicht in Eigenregie mit besonders leuchtstarken Xenon-Scheinwerfern aufrüsten, warnt der TÜV Süd. Dieser technisch anspruchsvolle Umbau sollte einer Fachwerkstatt überlassen werden, zumal dafür strenge gesetzliche Vorgaben gelten, wie der kniffelige Einbau einer Leuchtweitenregulierung. Außerdem handle es sich um ein Hochvoltsystem, bei dessen Montage Laien ein gefährlicher Stromschlag treffen kann. Laut dem TÜV Süd ist es verboten, eine Halogenbirne einfach durch eine Xenon-Lampe samt Vorschaltgerät zu ersetzen. Im Internet zum Beispiel gibt es nach TÜV-Angaben ein großes Angebot an Xenon-Nachrüstlampen für Motorräder. Davon lassen Biker aber sicherheitshalber besser die Finger. Bei einem Fachmann kämen für einen Xenon-Umbau leicht 1000 Euro zusammen. Motorradfahrer sollten sich deshalb gut überlegen, ob sich dieser Aufwand lohnt: Die meisten Motorräder seien mit Halogenlampen ausgestattet, erklärt der TÜV Süd. Bei richtiger Einstellung, intakten Reflektoren und frischen Leuchtmitteln lasse sich die Straße damit in der Regel sehr gut ausleuchten. Hinter mangelnder Leuchtkraft stecke meist ein Defekt.

Biker wollen nicht verzichten

Der Wirt eines Hotels am Kyffhäuser befürchtet angesichts der geplanten Sperrung der Kurvenstrecke für Motorräder sogar den Tod des Ausflugsziels.

Kyffhäuser. Die Nachricht verbreitete sich per Internet und schlug in der Biker-Gemeinde ein wie eine Bombe: Weil es in den 36 Kurven am Kyffhäuser immer wieder schwere Unfälle gibt, könnte die Unfallkommission des Kyffhäuserkreises zum letzten Mittel greifen und die Schlängelstrecke für Motorradfahrer sperren. Simon Fuller las diesen TA-Bericht online und meldete sich einigermaßen aufgewühlt in der Redaktion. Es stimmt, was da teilweise abgeht ist tödlicher Wahnsinn, meint auch er. Gibt aber eines zu bedenken: "Die da so gefährlich fahren, das sind nur zehn, zwölf Leute und immer die gleichen."

Fuller betreibt in Bad Grund im Harz das Biker-Hotel "Harmonie" und unternimmt von dort aus während der Saison mit seinen Gästen fast täglich Ausfahrten zum Kyffhäuser. Denn die 36 Doppelkurven sind europaweit berühmt, berichtet er. "Hier im Harz gibt es viele sehr gute kurvenreiche Straßen mit wenig Pkw-Verkehr. Aber jeder will auf den Kyffhäuser", sagt Fuller. Mancher allerdings nur ein einziges Mal, wie er weiter berichtet. Vor allem die Dänen, die eine sehr gemächliche Fahrweise gewöhnt sind, seien mitunter schockiert von den Manövern einiger weniger Kamikaze-Fahrer am Kyffhäuser. "Ich könnte ihnen sogar aus dem Kopf die Kennzeichen nennen", sagt Fuller. Es seien vor allem einheimische Fahrer aus den Kreisen Mansfeld-Südharz, Nordhausen und Kyffhäuser, die immer wieder Unfälle provozieren. Und er könne gar nicht verstehen, warum die Polizei nicht mit einem größeren Aufgebot zum Kyffhäuser komme und genau dieses Grüppchen persönlich aus dem Verkehr ziehe. Eine Sperrung der 36 Serpentinen wäre jedenfalls der Tod des Kyffhäusers, fürchtet er. Denn natürlich sei auch die Süd-Strecke sehr reizvoll. Aber der Grund, an den Berg zu kommen, sei die Anfahrt von Kelbra aus. In der Motorrad-Gemeinde hofft man inständig, dass die Kurvenstrecke nicht gesperrt wird, dass die Polizei die Situation aber trotzdem besser in den Griff bekommt. Denn auch friedliche Motorradfahrer fallen laut Fuller immer wieder "diesen verrückten Kerlen" zum Opfer. Mehrere seiner Gäste seien schon von Rasern erwischt und zu Fall gebracht worden, einige erlitten Brüche.